Eine gute Zeit







Blick nach Süden vom Hohen Mechtin

Drei, viermal im Jahr muß man sich schon aufmachen zu den schwindelnden Höhen des Hochen Mechtins im Wendland. Das gehört hier einfach dazu, wenn man Freude an naturnahen Unternehmungen hat. Mal zu Fuß oder auch mit dem Mountain Bike ist die kurze Strecke zum Hohen Mechtin eigentlich immer eine erfreuliche Tour.

Blick nach Süden vom Hohen Mechtin

Kleiner Anstieg auf 142 Meter

Das ganze ist nicht so lang, daß man dabei von Wanderung oder gar Aufstieg sprechen kann, sondern eher ein gemütlicher Anstieg mit dem Höhepunkt des Aussichtsturms auf der höchsten Stelle. Dann erfährt man ganz eindrücklich, wie grün es im Wendland wirklich noch ist. Endlos streckt sich der Horizont zu allen Seiten grün, meist bewaldet dahin, und es wird einem klar, daß es in dieser Gegend zwangsläufig etwas ruhiger zugehen muß. Man kann kaum eine Ansiedlung erkennen, weit, weit hinaus ist es einfach nur grün.

Zur Herbstzeit lohnt ein Besuch des Hohen Mechtins besonders

Oder eben bunt wie jetzt im Herbst. Und daher ist es zu dieser Jahreszeit ein wenig anders, ein wenig bunter und belebter in der Weite. Es braucht vielleicht etwas Glück, daß der Wettergott mitspielt auf der Tour zum Hohen Mechtin. Aber wenn die Elemente im richtigen Moment zusammenspielen und man grad oben auf dem Aussichtsturm ist, wenn Sonne und Wolken sich dramatisch in Szene setzen, der Wind nicht allzu heftig faucht, dann ist es wirklich ein eindrucksvolles und doch stilles Spektakel, das sich da vor einem auftut. Nicht nur um nach Luft zu ringen, oben auf der Plattform wird jeder ein wenig ruhiger und besinnlicher bei dem Panorama. Die Dimensionen rücken sich zurecht.

Viele Wege führen hinauf

Von unten kann man den Turm auf dem Hohen Mechtin meines Wissens von keiner Seite als Silhouette sehen, und umso mehr verwundert steht man hoch oben und blickt in die Ferne. Meist wird man wohl den Weg vom Parkplatz in Spranz wählen, aber eigentlich kann der Hohe Mechtin von allen Seiten zu Fuß angesteuert werden. Und so wird es immer wieder eine neue Tour, wenn man sich zu der höchsten Erhebung im Wendland aufmacht. Und das kann sogar zur richtigen Wanderung ausarten. Mit Smartphone und GPS heute alles kein Problem, hin und auf einem anderen Weg wieder herunter zu kommen und sich dabei neue Ecken im Wendland zu erschließen.