Eine gute Zeit







Laufen mit dem Regenschirm - Joggen im Wendland

Laufen mir dem Regenschirm ist keine Spezialität des Joggens im Wendland. Aber zur Herbstzeit, wenn die Temperaturen sinken und die Winde schneller um die Ecken fegen, ist es für mich wieder Zeit, etwas mehr zu wandern und vor allem zu laufen. Im Sommer ist es mir dazu viel zu warm, da geht’s eher zum Schwimmen oder es wird geradelt. 

Im Herbst dagegen laufe ich ganz gerne mal, und was ist dazu besser geeignet als die schönen, ruhigen Landstriche des Wendlands? Ob man es lieber flach möchte wie in der Nemitzer Heide zu laufen, etwas steiler bergan wie in den Hitzackeraner Bergen, ja doch, oder leicht wellig wie in der Göhrde. Es finden sich immer wieder schöne Ecken und Aussichten, weite Ebenen und Deichabschnitte oder abwechslungsreiche Waldgebiete, die mich allesamt zu den langen, langsamen Dauerläufen animieren. 

Und vor allem: Man kann fast überall gleich aus der Tür in die Natur treten und loslaufen. Fast in jede Richtung breitet sich das erholsame Grün aus, ist man schnell auf Wald- oder Feldwegen unterwegs und kann sich der Ruhe hingeben. Mein Sohn hat früher dazu gesagt: “Das ist ja nur Landschaft, überall nur Landschaft, Landschaft”. Nun, ich denke, heute würde auch er nicht mehr so abfällig darüber sprechen. Ja genau. Es ist ruhig hier. Und genau das mag ich, wenn ich zu Fuß unterwegs bin. Dann möchte ich die Autos weder hören noch will ich auf sie achten müssen. Dann möchte ich ganz verträumt meinen Gedanken nachhängen können, vielleicht mal ein Reh sichten und ab und zu ein Foto machen. Das ist für mich das Laufen im Wendland. Sehr schön.